Als Constantin Schroeder 2002 nach Berlin kam, wollte er ursprünglich in Kunstgeschichte promovieren. Doch zu oft hielt er selbst den Pinsel in der Hand, bis ihn sein Professor eines Tages aufforderte: “Herr Schroeder lassen Sie das mit der Wissenschaft, werden Sie Künstler!” Heute ist er hauptberuflicher Maler und geht Tag für Tag seiner Leidenschaft nach. In Mitte hat Constantin seine Wohnung und sein Atelier unter einem Dach und darum ist es ihm besonders wichtig, in einer Pause oder am Abend schnell rauszukommen und unter Menschen zu sein. Auch wenn sich die Kunstszene mittlerweile auch in anderen Bezirken ansiedelt, stehen für ihn die Auguststraße und die Linienstraße mit ihrer hohen Dichte an Galerien unverändert für die Relevanz dieses Kiezes auf dem Kunstmarkt. Schroeder interessiert sich für Menschen und das Stadtleben und fragt, ob seine Kunst in den Städten, in denen er früher lebte, so überhaupt möglich gewesen wäre. Früher inspirierten ihn vielleicht mehr die Partys und die Exzesse einer Metropole, heute betrachtet er die Vielschichtigkeit und die Veränderungen, die auch in seinem unmittelbaren Umfeld und in Mitte stattfinden. Trotzdem hat sich Constantin Schroeder nie die Frage gestellt, ob er aus Mitte wegzieht oder seinen Arbeitsplatz verlegt.

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Maren Jasper-Winter